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Hands and Objects in Language, Culture, and Technology: Manual Actions at Workplaces between Robotics, Gesture, and Product Design (MANUACT)

Antragstellerinnen: Prof. Dr. Ellen Fricke (Linguistik und Semiotik), Prof. Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann (Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement) in Kooperation mit dem Sächsischen Industriemuseum und dem Ars Electronica Futurelab. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Laufzeit: April 2015 bis März 2018. Fördersumme: ca. 1,2 Millionen Euro. Der Drittmittelanteil der Germanistischen Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Ellen Fricke) beträgt 848.000 Euro.

Ein vierminütiger Kurzfilm über die Auftaktveranstaltung von MANUACT am 16. Oktober 2015.

www.manuact.org

www.gesten-im-museum.de

 

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Manuact-Team

Das Manuact-Team im Mai 2015. Von links nach rechts: Ulrike Lynn, Angelika Bullinger-Hoffmann, Thomas Seeling, Ellen Fricke, Jana Bressem, Daniel Schöller. Foto: Sven Gleisberg.

 

Kulturelle Objekte werden im Gegensatz zu natürlichen nicht einfach vorgefunden, sondern unterliegen Bearbeitungsprozessen, bei denen die menschliche Hand eine entscheidende Rolle spielt. Ein Ziel des interdisziplinären Forschungsprojekts ist die Dokumentation und Rekonstruktion der komplexen Zeichenrelationen zwischen Geste, Handhabung von Objekten und deren Handhabbarmachung in der Produktgestaltung, in den industriellen und handwerklichen Fertigungsprozessen von Objekten und in den sprachlichen und gestischen Beschreibungen dieser Fertigungs- und Produktgestaltungsprozesse.

Ein weiteres Ziel besteht in der Rekontextualisierung von Ausstellungsgegenständen im kooperierenden sächsischen Industriemuseum, dadurch dass  Werkzeuge und Maschinen mit den Menschen, die sie handhaben, über den Umweg einer künstlerischen Installation begleitet durch wissenschaftliche Vorträge wieder zusammengeführt werden.

Untersucht werden soll, wie Maschinen und Roboter die Funktionen der Hand ersetzen, wie manueller Objektgebrauch sowie Handhabungen mit Werkzeugen und Maschinen in Beschreibungen multimodal versprachlicht werden, welche Konzepte von Handlung und Objektgebrauch kulturell verankert sind, wie diese Konzepte auf die Bereiche Produktdesign und Robotik zurückwirken und wie deren Ergebnisse und Produkte wiederum in einem weiteren Schritt unsere kulturellen und sprachlichen Konzepte beeinflussen.

 

 

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Center for Rhetorics, Semiotics and Multimodal Communication (CRSM)

An der Technischen Universität Chemnitz wird von Ellen Fricke und Jana Bressem derzeit eine Arbeitsstelle  zur Gestenforschung  aufgebaut, die Bestandteil des zukünftigen Center for Rhetorics, Semiotics, and Multimodal Communication (CRSM) ist. Im Wintersemester 2015/2016 findet im Zusammenhang mit dem BMBF-Projekt MANUACT eine Ringvorlesung  zur Gestenforschung statt.

 


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Betreute wissenschaftliche Arbeiten

Informationen zu den von Ellen Fricke betreuten wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie auf dieser Seite.

 

 

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Towards a Grammar of Gesture: Evolution, Brain, and Linguistic Structures (ToGoG)

Antragstellerinnen: Prof. Dr. phil. Cornelia Müller, Dr. phil. Ellen Fricke, PD Dr. med. Hedda Lausberg, Dr. rer. nat. Katja Liebal. Förderinitiative Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“ der Volkswagenstiftung.

Projektlaufzeit 2006 bis 2011.

Wir sprechen nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Händen. Gesten sind ein genuiner Bestandteil des Sprechens und der Sprache. Die Erarbeitung von Grundlagen einer multimodalen Grammatik sowie deren neurologische und evolutionäre Fundierung für ausgewählte Teilbereiche ist Gegenstand des interdisziplinären Forschungsprojekts Towards a grammar of gesture: evolution, brain, and linguistic structures. Die Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf den Formen, Strukturen und Funktionen redebegleitender Gesten allein, zum anderen auf der Integrierbarkeit von Gesten in lautsprachliche Grammatikkonzepte. Die Volkswagenstiftung förderte dieses Projekt, an dem die Disziplinen Linguistik und Semiotik (Prof. Dr. Cornelia Müller, Dr. Ellen Fricke), Neurologie (PD Dr. Hedda Lausberg) und Primatologie (Dr. Katja Liebal) beteiligt waren, mit der Fördersumme von 975.000 Euro.

Ohne Worte – über die Sprache der Hände. Gehorchen Gesten einer eigenen Grammatik? Mit dieser Frage beschäftigen sich vier Forscherinnen aus Frankfurt/Oder, Berlin und Köln. pdf Von Melanie Ossenkop.

Ausführliche Informationen zum Forschungsprojekt Towards a Grammar of Gesture unter www.togog.org.

 

ToGoG / Meilenstein I (2007). Von links nach rechts: Hedda Lausberg, Cornelia Müller, Ellen Fricke, Katja Liebal.
Foto: Klaus Siebahn, Güstrow.


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Berlin Gesture Center (BGC)

Das Berlin Gesture Center ist ein interdisziplinäres Institut für Gestenforschung, das im Frühjahr 2004 von Ellen Fricke (Linguistik und Semiotik), Hedda Lausberg (Neurologie) und Cornelia Müller (Linguistik) gegründet wurde. Von 2004 bis 2010 veranstalteten wir u.a. regelmäßig ein interdisziplinäres Kolloquium zu aktuellen Themen aus der Gestenforschung. Derzeit finden nur unregelmäßig Veranstaltungen statt. Zu Weiterem siehe die Internetpräsenz des Berlin Gesture Center:

www.berlingesturecenter.de